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Michel-Reisen
 

Allgemeine Reisebedingungen der Firma Michel-Reisen GmbH & Co. KG

1. Abschluss des Reisevertrages

a) Der Reisevertrag soll schriftlich mit unseren Formularen (Reiseanmeldung und Reisebestätigung) abgeschlossen werden. Sämtliche Abreden, Nebenabreden und Sonderwünsche sollen schriftlich erfasst werden. Vor Vertragsschluss übermitteln wir dem Reisenden unsere vollständigen Allgemeinen Reisebedingungen. Bei Vertragsschluss oder unverzüglich danach händigen wir dem Reisenden die schriftliche Reisebestätigung aus. Dazu sind wir nicht verpflichtet, wenn es sich um eine kurzfristige Buchung weniger als 7 Werktage vor Reisebeginn handelt.

b) An die Reiseanmeldung ist der Reisende 7 Werktage gebunden. Innerhalb dieser Frist wird die Reise durch uns bestätigt. Der Reisevertrag kommt mit dem Zugang unserer Buchungsbestätigung beim Kunden zustande. Kurzfristige Buchungen zwei Wochen vor Reisebeginn und kürzer führen durch die sofortige Bestätigung bzw. durch die Zulassung zur Reise zum Vertragsschluss. Bei Reiseanmeldungen mittels Internet, E-Mail oder Fax beträgt die Bindefrist des Reisenden 3 Tage. Innerhalb dieser Frist wird die Reise durch uns bestätigt.

c) Telefonisch nehmen wir lediglich verbindliche Reservierungen vor, auf die hin der Reisevertrag durch die schriftliche Reiseanmeldung, die der Reisende unverzüglich unterschrieben zurückzuleiten hat, und unsere Reisebestätigung geschlossen wird. Reicht der Reisende die unterschriebene Reiseanmeldung nicht innerhalb einer Frist von 7 Tagen nach Zugang derReiseanmeldung zurück, so können wir von der Reservierung Abstand nehmen, sofern es der Reisende nach Aufforderung wiederum unterlässt, die Reiseanmeldung unterschrieben an uns weiterzuleiten.

d) Vertragsschluss im elektronischen Rechtsverkehr: Erfolgt die Buchung des Kunden im elektronischen Rechtsverkehr (Internet, vergleichbare elektronische Medien), so kommt der Reisevertrag nicht bereits durch Betätigung des Buttons „kostenpflichtig Buchen“ zustande. Der Vertrag kommt erst durch den Zugang unserer Buchungsbestätigung zustande. Wir werden jedoch dem Kunden den Zugang der Bestellung unverzüglich auf elektronischem Weg bestätigen. Im übrigen gilt Ziff. 1B) dieser Bedingungen.

e) Weicht die Reisebestätigung von der Reiseanmeldung des Reisenden ab, so liegt in der Reisebestätigung ein neuer Vertragsantrag, an dem wir 10 Tage gebunden sind und den der Reisende durch die Rücksendung der Reiseanmeldung innerhalb dieser Frist annehmen kann. Für die Annahme wird die rechtzeitige Rücksendung der unterschriebenen Reiseanmeldung empfohlen.

f) Bei ausdrücklich und eindeutig im Prospekt, den Reiseunterlagen und in den sonstigen Erklärungen als vermittelt bezeichneten Fremdleistungen sind wir lediglich Reisevermittler. Bei diesen Reisevermittlungen ist eine vertragliche Haftung als Vermittler ausgeschlossen, soweit nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegen, Hauptpflichten aus dem Reisevermittlervertrag betroffen sind, eine zumutbare Möglichkeit zum Abschluss einer Versicherung besteht oder zugesicherte Eigenschaften fehlen. Der Veranstalter haftet grundsätzlich nur für Vermittlung nicht jedoch für die vermittelten Leistungen selbst (vgl. §§ 675, 631 BGB). Für den Vertragsschluss gelten die Bestimmungen der Ziffer 1. sinngemäß.

2. Zahlung

a) Alle Preisangaben sind in Euro pro Person und gelten bei Barzahlung, Überweisung bzw. Lastschrift. Bei Zahlungen über Paypal trägt der Kunde die Gebühren. Kreditkartenzahlungen sind nicht möglich.

b) Sämtliche Zahlungen (Anzahlung bzw. Restzahlung) des Reisenden sind nur nach Aushändigung des Sicherungsscheines im Sinne des § 651 k BGB unter Beachtung der nachfolgenden Bestimmungen B), C), D), E) zu leisten.

c) Nach Abschluss des Reisevertrages sind 15% des Reisepreises zu zahlen.

d) Der Restbetrag ist spätestens 3 Wochen vor Reisebeginn Zug um Zug gegen Aushändigung der vollständigen Reiseunterlagen, soweit für diese Reise noch erforderlich, zu zahlen.

e) Vertragsabschlüsse innerhalb von drei Wochen vor Reisebeginn verpflichten den Reisenden zur sofortigen Zahlung des gesamten Reisepreises gegen Aushändigung der vollständigen Reiseunterlagen und Aushändigung des Sicherungsscheines im Sinne des § 651 k BGB.

f) Die Verpflichtung zur Aushändigung eines Sicherungsscheines besteht nicht, wenn die Reise nicht länger als 24 Stunden dauert, keine Übernachtung einschließt und der Reisepreis 75,- € nicht übersteigt.

3. Unsere Leistungen

a) Unsere vertraglichen Leistungen richten sich nach der verbindlichen Leistungsbeschreibung (Prospekt/Internet) sowie den Reiseunterlagen, insbesondere der Reiseanmeldung und der Reisebestätigung.

b) Nebenabreden, besondere Vereinbarungen, vereinbarte Sonderwünsche des Reisenden sind in die Reiseanmeldung und insbesondere in die Reisebestätigung aufzunehmen. Auf Ziff. 1. A) dieser Bedingungen wird Bezug genommen.

c) Die Vergabe der Sitzplätze erfolgt in der Reihenfolge der Buchungsanmeldungen, ist aber nicht Vertragsbestandteil. Veränderungen sind aus beförderungstechnischen Gründen möglich.

d) Ist in den Reiseleistungen ein Haustürtransfer enthalten, gilt dies ausschließlich für die PLZ-Gebiete beginnend mit 01 und 02 und bei mindestens 2 Personen im gleichen Zustiegsort. Für alle übrigen PLZ-Gebiete bzw. Abholung von einzelnen Gästen innerhalb des obengenannten PLZ-Gebietes kann eine zusätzliche Kostenpauschale erhoben werden. Die Realisierung des Haustürtransfers erfolgt im Rahmen der Sammelbeförderung (Abholung mehrer Gäste). Der Zuschlag für den direkten Transfer zum Reisebus = Haustürabholung exklusiv beträgt 50,- €.

e) Bei allen Reisen ist die kostenlose Beförderung eines Koffers bis 20 kg und eines Handgepäcks pro Person inbegriffen. Für Gepäck, welches diese Angaben in Menge bzw. Masse überschreitet, behalten wir uns vor, die Beförderung zu verweigern bzw. ein Entgelt zu verlangen, wenn dem Transport rechtliche Bestimmungen entgegenstehen.

4. Preisänderungen

a) Der Reiseveranstalter kann vier Monate nach Vertragsschluss Preiserhöhungen bis zu 5% des Gesamtreisepreises verlangen, wenn nachweisbar und erst nach Vertragsabschluss konkret eintretend insbesondere einer Erhöhung der Beförderungskosten, der Abgaben für bestimmte Leistungen wie Hafen-, Flughafen- oder Einreisegebühren oder einer Änderung der für die betreffende Reise geltenden WechselkurseRechnung getragen wird. Auf den genannten Umständen beruhende Preiserhöhungen sind nur insoweit zulässig, wie sich die Erhöhung ausgehend vom Beförderungs-, Abgaben- oder Wechselkursanteil konkret berechnet auf den Reisepreis auswirkt.

b) Eine Preiserhöhung kann nur bis zum 21. Tag vor dem vereinbarten Abreisetermin verlangt werden. Eine nach Ziff. 4A) zulässige Preisänderung haben wir dem Reisenden unverzüglich nach Kenntnis des Preiserhöhungsgrundes zu erklären.

c) Bei Preiserhöhungen nach Vertragsschluss um mehr als 5% des Gesamtreisepreises kann der Reisende kostenlos zurücktreten oder stattdessen die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen Reise verlangen, wenn der Veranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten.

d) Die Rechte nach Ziff.4. C) hat der Reisende unverzüglich nach unserer Erklärung uns gegenüber geltend zu machen.

5. Leistungsänderungen

a) Änderungen und Abweichungen einzelner Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, die nach Vertragsschluss notwendig werden und vom Reiseveranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen oder Abweichungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen.

b) Eine zulässige Änderung einer wesentlichen Reiseleistung haben wir dem Reisenden unverzüglich nach Kenntnis des Änderungsgrundes zu erklären.

c) Im Fall der erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung kann der Reisende vom Vertrag zurücktreten oder stattdessen die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen Reise verlangen,wenn der Veranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten. Ziff. 4. C) gilt entsprechend.

6. Rücktritt des Kunden

a) Bis zu Beginn der Reise kann der Kunde ohne Angabe von Gründen jederzeit vom Reisevertrag zurücktreten. Im Falle des Rücktritts verliert der Veranstalter seinen Anspruch auf den vereinbarten Reisepreis. Sofern der Rücktritt des Kunden nicht vom Veranstalter verschuldet wurde oder aufgrund höherer Gewalt erfolgt, hat der Veranstalter nach dem Gesetz Anspruch auf eine angemessene Entschädigung. Diese berechnet sich in Abhängigkeit vom vereinbarten Reisepreis, den ersparten Aufwendungen und der Möglichkeit des anderweitigen Erwerbs. Der Veranstalter hat die Entschädigung in Abhängigkeit der Reiseart, des Rücktrittszeitpunktes und unter Berücksichtigung der für gewöhnlich ersparten Aufwendungen und des für gewöhnlich erzielbaren, anderweitigen Erwerbs pauschaliert. Bezogen auf das Rücktrittsdatum sind hiernach vom Kunden folgende Entschädigungen zu zahlen:

 

Kosten der Reisestornierung

Tage vor Reisebeginn

Busreisen

Schiffs- & Flugreisen; BUS-FLUG-Kombination

bis 30

5 %

(mind. 20,- €)

20 %

(mind. 20,- €)

29 - 22

15 %

40 %

21 - 15

35 %

60 %

14 - 7

50 %

70 %

6 - 1

60 %

80 %

Nichtantritt am Abreisetag

90 %

90 %

 

b) Dem Reisenden bleibt es vorbehalten, uns nachzuweisen, dass uns keine oder geringere Kosten als die geltend gemachten Pauschalen entstanden sind. In diesem Fall ist der Reisende nicht oder nur zur Bezahlung der geringeren Kosten verpflichtet.

c) Bei Stornierung von Reisen, in denen Leistungen Dritter enthalten sind, wie z.B. Eintrittskarten, werden im Stornierungsfall die vereinbarten Kartenpreise in voller Höhe berechnet, falls kein Weiterverkauf möglich ist.

d) Maßgeblich für den Lauf der Fristen ist der Zugang der Rücktrittserklärung bei dem Reiseveranstalter oder der Buchungsstelle. Dem Reisenden wird der schriftliche Rücktritt empfohlen.

e) Wir weisen darauf hin, dass dem Kunden bei Verträgen, die im Fernabsatz geschlossen wurden, neben dem Rücktritts- und Kündigungsrecht kein Widerrufsrecht nach dem Fernabsatzgesetz zusteht, es sei denn, der Reisevertrag wurde außerhalb der Geschäftsräume von uns geschlossen.

7. Änderungen auf Verlangen des Reisenden

Verlangt der Reisende nach Vertragsschluss bis 28 Tage vor Reisebeginn Änderungen oder Umbuchungen, so können wir ein Bearbeitungsentgelt von Euro 20,- € verlangen, soweit er nicht eine höhere Entschädigung nachweist, deren Höhe sich nach dem Reisepreis unter Abzug der von uns ersparten Aufwendungen sowie dessen bestimmt, was wir durch anderweitige Verwendung der Reiseleistungen erwerben kann. Änderungen oder Umbuchungen ab dem 28. Tage vor Reiseantritt werden behandelt wie ein Rücktritt mit nachfolgendem Neuabschluß eines Reisevertrages (vgl. Ziff. 1 und 6)

8. Ersatzreisende

a) Der Reisende kann sich bis zum Reisebeginn durch einen Dritten ersetzen lassen, sofern dieser den besonderen Reiseerfordernissen genügt und seiner Teilnahme nicht gesetzliche Vorschriften oder behördlicheAnordnungen entgegenstehen.

b) Der Reisende und der Dritte haften uns gegenüber als Gesamtschuldner für den Reisepreis und  für die durch die Teilnahme des Dritten entstehenden Mehrkosten, regelmäßig pauschaliert und ohne weiteren Nachweis auf 20,- €. Beiden ist der Nachweis gestattet, dass tatsächlich geringere Mehrkosten entstanden sind.

9. Reiseabbruch
Wird die Reise infolge eines Umstandes abgebrochen, der in der Sphäre des Reisenden liegt (z.B. Krankheit), so sind wir verpflichtet, bei den Leistungsträgern die Erstattung ersparter Aufwendungen zu erreichen. Dies gilt nicht, wenn völlig unerhebliche Leistungen betroffen sind oder wenn einer Erstattung gesetzliche oder behördliche Bestimmungen entgegenstehen.

10. Störung durch den Reisenden
Wir können den Reisevertrag fristlos kündigen, wenn der Reisende trotz Abmahnung erheblich weiter stört, so dass seine weitere Teilnahme für uns und oder die Reiseteilnehmer nicht mehr zumutbar ist. Dies gilt auch, wenn der Reisende sich nicht an sachlich begründete Hinweise hält. Uns steht in diesem Falle der Reisepreis weiter zu, soweit sich nicht ersparte Aufwendungen und Vorteile aus einer anderweitigen Verwertung der Reiseleistung(en) ergeben. Schadensersatzansprüche im übrigen bleiben unberührt.

11. Mindestteilnehmerzahl
a) Ist in der Beschreibung der Reise (Prospekt/Katalog) und in der Reisebestätigung auf eine bestimmte Mindestteilnehmerzahl und die Rücktrittserklärungsfrist hingewiesen, so können wir bis 28 Tage vor Reisebeginn erklären, dass die erforderliche Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht und die Reise nicht durchgeführt wird.

b) Wir werden dem Reisenden die Erklärung nach Ziff. 11. A) unverzüglich nach Kenntnis der nichterreichten Teilnehmerzahl, d.h. bis 28 Tage vor Reisebeginn spätestens zugehen lassen.

c) Der Reisende kann die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen Reise verlangen, wenn der Veranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten.

d) Der Reisende hat sein Recht nach Ziff. 11. C) uns gegenüber unverzüglich nach Zugang unserer Erklärung geltend zu machen.

e) Macht der Reisende nicht von seinem Recht nach Ziff. 11. C) Gebrauch, so ist der von dem Reisenden gezahlte Betrag unverzüglich zurückzuerstatten.

12. Kündigung infolge höherer Gewalt

Für den Fall der Kündigung wegen höherer Gewalt verweisen wir auf § 651 j BGB. Dieser hat folgenden Wortlaut:

(1) Wird die Reise infolge bei Vertragsabschluss nicht voraussehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, so können sowohl der Reiseveranstalter als auch der Reisende den Vertrag allein nach Maßgabe dieser Vorschrift kündigen.
(2) Wird der Vertrag nach Absatz 1 gekündigt, so findet die Vorschrift des § 651e Abs. 3 Satz 1 und 2, Abs. 4 Satz 1 Anwendung. Die Mehrkosten für die Rückbeförderung sind von den Parteien je zur Hälfte zu tragen. Im Übrigen fallen die Mehrkosten dem Reisenden zur Last.

13. Gewährleistung und Abhilfe
a) Sind die Reiseleistungen nicht vertragsgemäß, so kann der Reisende Abhilfe verlangen, sofern diese nicht einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert. Die Abhilfe besteht in der Beseitigung des Reisemangels bzw. einer gleichwertigen Ersatzleistung.

b)  Der Reisende kann eine Minderung des Reisepreises verlangen, wenn er den oder die Reisemängel bei dem Reiseleiter oder, falls ein Reiseleiter nicht erreichbar ist, bei uns direkt anzeigte und der Mangel nicht behoben wurde. Die Ansprüche des Kunden entfallen nicht, wenn die Obliegenheit unverschuldet verletzt wurde.

c) Ist die Reise mangelhaft und leisten wir nicht innerhalb der von dem Reisenden bestimmten angemessenen Frist Abhilfe, so kann der Reisende auch selbst Abhilfe schaffen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen. Einer Fristsetzung bedarf es nicht, wenn wir die Abhilfe verweigern oder ein besonderes Interesse des Reisenden die sofortige Selbsthilfe rechtfertigt.

d) Wird die Reise durch einen Mangel erheblich beeinträchtigt, so kann der Reisende eine angemessene Frist zur Abhilfe setzen. Verstreicht die Frist nutzlos, so kann der Reisende den Reisevertrag kündigen. Die Fristsetzung ist entbehrlich, wenn die Abhilfe unmöglich ist, verweigert wird oder die sofortige Kündigung durch ein besonderes Interesse des Reisenden gerechtfertigt ist. Das gilt entsprechend, wenn dem Reisenden die Reise infolge eines Mangels aus wichtigem Grund nicht zuzumuten ist.

e) Bei berechtigter Kündigung können wir für erbrachte oder zur Beendigung der Reise noch zu erbringende Reiseleistungen eine Entschädigung verlangen. Für deren Berechnung sind der Wert der erbrachten Reiseleistungen sowie der Gesamtreisepreis und der Wert der vertraglich vereinbarten Reiseleistungen maßgeblich. Das gilt nicht, sofern die erbrachten oder zu erbringenden Reiseleistungen für den Reisenden kein Interesse haben. Wir haben die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, die infolge der Vertragsaufhebung notwendig sind. Ist die Rückbeförderung vom Reisevertrag mit umfasst, so haben wir auch für diese zu sorgen und die Mehrkosten zu tragen.

f) Der Reisende kann unbeschadet der Minderung oder der Kündigung Schadensersatz wegen Nichterfüllung verlangen, es sei denn, der Mangel beruht auf einem Umstand, den wir nicht zu vertreten haben.

14. Mitwirkungspflicht des Reisenden, Obliegenheiten des Reisenden
Der Reisende ist verpflichtet, die ihm zumutbaren Schritte zu unternehmen, um eventuelle Schäden gering zu halten. Auf die Ziffern 10. und 13. wird Bezug genommen.

15. Haftungsbeschränkung

a) Unsere vertragliche Haftung für Schäden, die nicht aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit folgen, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt
aa)  soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird, oder
ab)  wenn wir für einen dem Reisenden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.

b) Gelten für eine von einem Leistungsträger zu erbringende Reiseleistung internationale Übereinkommen oder auf diesen beruhende gesetzliche Bestimmungen, nach denen ein Anspruch auf Schadensersatz nur unter bestimmten Voraussetzungen oder Beschränkungen geltend gemacht werden kann, so können wir uns gegenüber dem Reisenden auf diese Übereinkommen und die darauf beruhenden gesetzlichen Bestimmungen berufen.

c) Bei eindeutig und ausdrücklich als vermittelt bezeichneten Leistungen ist Ziff. 1E) dieser Bedingungen zu beachten. Der Veranstalter haftet jedoch für Schäden, die auf dem Transport zu der vermittelten Leistung eintreten, wenn der Transport vom Veranstalter durchgeführt wird.

16. Ausschluss von Ansprüchen und Verjährung
a) Vertragliche Ansprüche wegen mangelhafter Reiseleistungen, nach §§ 651 c – f BGB hat der Reisende innerhalb eines Monats nach vertraglich vorgesehener Beendigung der Reise gegenüber uns geltend zu machen. Nach Ablauf der Frist können Ansprüche nur geltend gemacht werden, wenn der Reisende eine genannte Frist ohne eigenes Verschulden nicht einhalten konnte.

b) Vertragliche Ansprüche des Reisenden im Sinne der Ziffer 16. A) aus der Verletzung des Lebens, der Körpers oder der Gesundheit, die sich aus einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Veranstalters, seiner Leistungsträger und Erfüllungsgehilfen ergeben, sowie sonstige Ansprüche, die sich aus einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Veranstalters, seiner Leistungsträger und Erfüllungsgehilfen ergeben, verjähren innerhalb von 2 Jahren. Alle sonstigen, vertraglichen Ansprüche verjähren innerhalb von 1 Jahr. Verjährungsbeginn ist der Tag, der dem vertragsgemäßen Ende der Reise folgt.  Für das Verjährungsende gilt Abs. a S. 3 entsprechend.

17. Pass-, Visa- und gesundheitspolizeiliche Formalitäten

a) Wir bieten unsere Reisen ausdrücklich nur in der Bundesrepublik Deutschland an. Wir weisen daher auf Pass-, Visumerfordernisse und gesundheitspolizeiliche Formalitäten in dem von ihm herausgegebenen und dem Reisenden zur Verfügung gestellten Prospekt oder durch Unterrichtung vor der Buchung einschließlich zwischenzeitlicher Änderungen insbesondere vor Vertragsschluss und vor Reisebeginn hin, die für das jeweilige Reiseland für deutsche Staatsbürger ohne Besonderheiten wie Doppelstaatsbürgerschaft etc. gelten.

b) Bei pflichtgemäßer Erfüllung der Informationspflicht durch uns hat der Reisende die Voraussetzungen für die Reise zu schaffen, sofern wir uns nicht ausdrücklich zur Beschaffung der Visa oder Bescheinigungen etc. verpflichtet haben.

c) Entstehen, z.B. infolge fehlender persönlicher Voraussetzungen für die Reise, Schwierigkeiten, die auf das Verhalten des Reisenden zurückzuführen sind (z.B. keine Beschaffung des erforderlichen Visums), so kann der Reisende nicht kostenfrei zurücktreten oder einzelne Reiseleistungen folgenlos in Anspruch nehmen. Insofern gelten die Ziff. 6. (Stornierung) und 9. (Reiseabbruch infolge von Gründen, die der Reisende zu vertreten hat) entsprechend.

d) Für alle Reisen in diesem Katalog ist ein gültiger Personalausweis oder Reisepass erforderlich.

18. Gerichtsstand
a) Der Reisende kann den Reiseveranstalter an dessen Sitz verklagen.
b) Für Klagen des Reiseveranstalters gegen den Reisenden ist der Wohnsitz des Reisenden maßgeblich, es sei denn, dass die Klage sich gegen Vollkaufleute oder Personen richtet, die nach Abschluss des Vertrages ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort ins Ausland verlegt haben oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort zum Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist. In diesen Fällen ist der Sitz des Reiseveranstalters maßgeblich.

19. Allgemeine Bestimmungen
a) Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen begründet grundsätzlich nicht die Unwirksamkeit des Reisevertrages im übrigen.

b) Alle Angaben im Prospekt/Internet entsprechen dem Stand bei Drucklegung/Erstellung im Dezember 2016. Die Berichtigung von Druck- und Rechenfehlern behält sich die Firma Michel-Reisen GmbH & Co. KG vor.

 

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